Michael (mipo) stellt sich vor ...

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mipo
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Michael (mipo) stellt sich vor ...

Beitrag von mipo » Fr 2. Feb 2018, 23:56

Hallo liebe Forum Mitglieder,

Ich heiße „auch“ Michael und bin Jahrgang 1969 wie Jens. Habe das Schachspielen im Vorschulalter von einem Kumpel gelernt,
der den Mephisto II besaß. Gegen beide habe ich nie gewonnen und somit habe ich dann die Lust verloren mehr Zeit in das
Spielen zu investieren. Etwas später kam ich über den Vater meines anderen Freundes wieder zum Schach spielen.
Er besaß den Fidelity Elite A/S Challenger – ein wirklich schöner Schachcomputer, edel in einem Holzgehäuse verpackt.
Nun spielte ich öfters mit meinem Kumpel, der auch heute noch mein bester Freund ist und wurde etwas besser im Schach
spielen. Kaufte mir dann selbst den Novag Constellation Junior. Aber dieser Plastikbomber mit üblen Drucktasten und doch sehr
kleinen Figuren nervte mich kolossal. Er lag schon bald in der Ecke und ich habe diesen Computer nicht mehr, da ich ihn wirklich
nicht mochte. Das Schachspielen verfolgte ich nur noch gelegentlich, wenn sich ein Spiel ergab.
Das Interesse wurde erst wieder stärker erweckt im Jahr 2000 als ich von der Frankfurter Gegend in die Fränkische zog. In einem
Schachverein spielt ich ein paar Wochen mit und da ich nicht schlecht war, fragte man ob ich Interesse hätte dem Verein offiziell
beizutreten und bei Turnieren mitzuspielen. Auch ich bin wie Michael L. allergisch auf Vereins Leben und habe
berufsbedingt wenig Zeit für regelmäßige Turniere. Ich flüchtete und Schach war wieder auf Eis gelegt *smile

Ein paar Jahre späte kam wieder der Wunsch auf Schach zu spielen. In meinem kompletten Bekanntenkreis gibt es aber niemanden,
der wirklich die Geduld hat ein Schachspiel durchzuspielen und da dachte ich mir, es wäre gut einen Schachcomputer zu kaufen.
Hatte zwar schon vorab mit Fritz ein paar Spiele am PC hinter mich gebracht, aber auch hier gefiel mir die Bedienung nicht.
Ein echter Schachcomputer sollte aus Holz sein und Sensorfelder erhalten – KEINE DRUCKTASTEN !! Bestes Vorbild war der TASC R30 –
eines der schönsten und innovativsten Schachcomputer seiner Zeit. Leider nur teuer gebraucht über eBay zu ersteigern.

Als neues Gerät schien mir Novag Citrine als angemessen für das Vorhaben, aber …ausverkauft. Es gab ein paar doofe andere
Plastikbomber, die sich Schachcomputer nannten. Weitere edle Schach Computer eher nach meinem Geschmack
(z.B.: DGT Revellation II) aber sündhaft teuer (>2.500€)
Ich suchte im Internet nach Alternativen ohne „aber“ und war auch bereit einen selbst zu bauen.
Es gab ein paar interessante DIY-Projekte - das Mysticum Projekt erschien mir aber am vielversprechendsten.
Ich nahm Ende Dezember 2014 Kontakt auf zu Michael Lang und Carsten Meyer. Ruck Zuck kaufte ich alles was notwendig erschien,
um das Vorhaben in die Tat umzusetzen. (Lötstation, Bohrständer, Lötzinn, IO Warrior Starterkit, Neodym Magnete, weitere Bauteile usw.…)
Carsten half mir mit seiner damals neuen Platine und im Februar 2015 spielte ich die ersten Spiele.
Da ich fast keine Ahnung hatte von der Elektronik und mir aus verschiedenen Quellen im Forum die Infos zusammensuchte,
dokumentierte ich den Zusammenbau parallel, um dem interessierten Volk eine Möglichkeit zu geben, alles Relevante in einer Doku
nachzulesen bzw. auf der Basis nachzubauen.
Michael L. motivierte mich zur Veröffentlichung und auch zur Teilnahme an Internet Turnieren und einem Workshop.
Ich wurde Teil der Community und verfolgte die Aktivitäten anderer Nachbauer. Es war klar, dass der „eine“ Mysticum Schachcomputer
nicht der einzige sein würde. Mein Innovationsgeist war geweckt…Nun ging es darum die Erfahrungen zu nutzen etwas Besseres zu bauen…
Die 3mm Flach Led‘s hatten sich bewährt. Dass OLED Display auch und mit Michaels Idee einen DC/DC Wandler zu nutzen,
um ein Netzteil einzusparen, folgte die Generierung einer neuen Mysticum Platine, die konsequent abgestimmt/
reduziert war auf die gewünschten Bauteile. In Bezug Platinen Layout Gestaltung arbeitete ich mich komplett neu ein.
Es entstanden ein auf Anhieb erfolgreicher Prototyp sowie zwei Fertigungsserien.
Zusätzlich verwendete ich für Reed Positionierung / Leds eine GFK Platine bei denen die Leiterbahnen aus Gartendraht bestand und die
an den Kreuzungspunkten per "Kondom-Verhüterli Methode" einen Schrumpfschlauch überzogen bekamen.
Auch hier gibt es eine aktuelle Zusammenbau Anleitung mit weiteren Innovationen (z.B.: HDMI-Anschluß Buchse)
Guido M. hatte nach langer berufs- und familienbedingter Abwesenheit Ende 2016 wieder Zeit gefunden, an dem
Projekt weiter zu programmieren. Es erschien die Mysticum Touch SW in der „Ur Version“.
Ich nahm Kontakt mit Guido auf und bot an die Grafiken für die neue Version beizusteuern. Schnell entstand hier
eine enge Zusammenarbeit. Das aktuell Resultat seht ihr selbst in der Nutzung der Mysticum Touch Version 3.x.

Michal L. und Guido M. wurden mir über die Zeit zu „gute Schachfreunde“ und ein große Freude war der
gemeinsame Workshop 2017. Mit Michael L. konnten wir hier neue Mysticum Fans gewinnen und mit weiteren
altbekannten Mysticum Freunden alle durch den Workshop begleiten. Guido konnte zwar nicht teilnehmen,
stellte aber rechtzeitig das Update fertig, welches neben der neuen Platine eine weiteres Highlight war für
den Workshop.

Es war ein tolles Wochenende in der Nähe von Regensburg - mit dem neuen Input der Teilnehmer entsteht gerade die
Reed/ LED Platine mit Kupferbahnen. (Gartendraht klingt so unprofessionell ;) )
Diese Platine für Reeds und Leds soll die Basis werden für weitere Workshops und wird den Nachbau weiter vereinfachen!

Neben dieser Idee werden noch einige weitere Innovationen folgen ….Freu mich drauf! :D

Viele Grüße

Michael
Zuletzt geändert von mipo am Sa 3. Feb 2018, 17:08, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Michael (mipo) stellt sich vor ...

Beitrag von blaubaer » Sa 3. Feb 2018, 14:16

Hi Michael (mipo),

du hast ja eine wechselvolle Schachgeschichte hinter dir.... :P

Grüße, Michael (blaubaer)

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