Veröffentlichung von GAL-Rekonstruktionen

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hhbaxter
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Re: Veröffentlichung von GAL-Rekonstruktionen

Beitrag von hhbaxter » So 12. Mai 2019, 12:03

Hallo Michael,

das freut mich sehr!

Mir ist klar, dass der theoretische Teil schwer zu lesen ist, aber ich versuche, mich an den Einstein zugeschriebenen Spruch zu halten: "Man muss die Dinge so einfach wie möglich machen, aber nicht einfacher."

In Kürze ist der praktische Teil dran, bei dem es um die Prinzipschaltung zum funktionalen Auslesen eines GAL16V8 geht.

Viele Grüße
Heinrich
Zuletzt geändert von hhbaxter am So 12. Mai 2019, 18:24, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Veröffentlichung von GAL-Rekonstruktionen

Beitrag von blaubaer » So 12. Mai 2019, 17:23

Hallo Heinrich,
hhbaxter hat geschrieben:
So 12. Mai 2019, 12:03
In Kürze ist der praktische Teil dran, bei dem es um die Prinzipschaltung zum funktionalen Auslesen eines GAL18V8 geht.
ich freue mich!
Grüße, Michael

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Re: Veröffentlichung von GAL-Rekonstruktionen

Beitrag von hhbaxter » Mi 15. Mai 2019, 14:02

Eine weitere Sicherheitslücke der älteren GALs besteht darin, dass trotz aktiven Ausleseschutzes eine Testfunktion verfügbar ist, mit der die konfigurierten Register des GALs auf beliebige Logikzustände gesetzt werden können, was für eine systematische Analyse unbedingt erforderlich ist.

GAL_Preload.jpg
GAL_Preload.jpg (41.33 KiB) 1903 mal betrachtet

Nach Anlegen der Spannung VIES (typ. 15 V) an den Pin 11 (PRLD) des GAL16V8 schaltet dieses in den "Register Preload" Modus, wobei mit den Signalen DCLK, SDIN und SDOUT ein Schieberegister verfügbar wird. Dessen Länge entspricht der Anzahl der konfigurierten Register, in unserem Beispiel also zwei. Die gewünschten Werte werden in der gezeigten Richtung eingeschoben, und zwar wegen des Inverters am Ausgang der OLMC in negativer Logik.

Der genaue Ablauf ist in dieser Grafik dargestellt:

GAL_Preload1.jpg
GAL_Preload1.jpg (104.18 KiB) 1903 mal betrachtet

Zur Beendigung des Testmodus wird der Pin PRLD durch Rücknahme der Spannung VIES zu einem normalen Eingangspin.

hhbaxter
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Re: Veröffentlichung von GAL-Rekonstruktionen

Beitrag von hhbaxter » Di 28. Mai 2019, 16:17

Das Bild unten zeigt den Prinzipschaltplan einer Adapterplatine zur funktionalen Analyse eines GAL16V8. Das eigentliche Auslesegerät ist nicht dargestellt, könnte aber z. B. ein Mega Arduino 2560, ein Code Mercenaries I/O-Warrior 56 oder sonst eine beliebige Elektronik sein, die eine ausreichende Anzahl von 5V-Portpins und eine Schnittstelle zum PC bereitstellt.

GAL_HW.jpg
GAL_HW.jpg (57.47 KiB) 1858 mal betrachtet

Die Adapterplatine benötigt die Spannungen +5V und +12V. Die 5V-Versorgungsspannung des GALs wird mit dem Signal PON (Power On) über den Highside-Schalter BTS462T eingeschaltet. Dies ist die einzige Möglichkeit, das GAL zurückzusetzen. Mit dem Signal PRLD (Preload) wird der Analogschalter DG413 gesteuert, so dass an den Pin 11 des GAL16V8 bei Bedarf +12V zur Umschaltung in den Register-Preload-Modus angelegt werden können. Ansonsten wird das Eingangssignal A9 an den Pin 11 geführt.

Die dedizierten Eingänge des GALs werden direkt über die Signale A0-A9 angesteuert. Da die I/O-Konfiguration der OLMC-Pins noch identifiziert werden muss, sind diese zur Vermeidung eines Kurzschlusses über Widerstände mit den potentiellen Eingangssignalen A10-A17 verbunden. Die tatsächliche I/O-Konfiguration der OLMC-Pins (Eingang, Ausgang oder TriState) ergibt sich aus den zu ermittelden Logikgleichungen.

Schließlich stellen die Signale D0-D7 die Ausgangssignale des GALs dar.

Die Aufgabe des Auslesegerätes besteht nun darin, geeignete Eingangssignale A0-A17, ggf. mit Register-Preload, an das GAL anzulegen, die zugehörigen Ausgangssignale D0-D7 zu erfassen und an den PC zu übertragen.

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Re: Veröffentlichung von GAL-Rekonstruktionen

Beitrag von blaubaer » Mi 29. Mai 2019, 16:21

Ah, es geht weiter... ;) Grüße, Michael

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